Centralhof-Cup 2004

Centralhof-Cup 2004

Centralhof-Cup 2004 geht nach Münster und Lengerich

Erfolgreiche Titelverteidigung beim Herren-Doppel – Gewinner des Mixed-Turniers kommen aus Münster.

Bereits zum 10. Mal bat die Badmintonabteilung des SC Preußen zu ihrem mittlerweile schon traditionellen Turnier um den Centralhof-Cup in die Zweifachhalle neben der Katholischen Kirche.

Und auch wenn die Resonanz hinsichtlich der Teilnehmerzahl in diesem Jahr etwas geringer ausfiel als in den Vorjahren, konnten die Ausrichter nach zwei Turniertagen insgesamt doch auf eine sehr gelungene Veranstaltung zurückblicken. Neben den Teilnehmern des SCP waren Spielerinnen und Spieler aus Münster, Emsdetten und Warendorf der Einladung nach Lengerich gefolgt, während die Lienener, die sonst das Turnier regelmäßig mit mehreren Teams besuchten, dieses Jahr leider absagen mussten. Sieger im Mixed wurden Christiane Heinrichs und Thomas Grepp aus Münster, der Pokal im Herren-Doppel ging an die Paarung Jörg Menebröcker und Michael Schröer vom SC Preußen.

Den Turnierauftakt bildete am Samstagnachmittag das Mixed-Turnier, bei dem insgesamt neun Teams am Start waren, darunter sieben vom gastgebenden Verein.

Gespielt wurde in zwei Gruppen und zwar zwei Gewinnsätze bis 15. Es galt, möglichst viele Sätze zu gewinnen, weil sich pro Gruppe jeweils das Team mit den meisten gewonnenen Sätzen direkt für das Halbfinale qualifizierte. Die Gruppen-Zweiten und –Dritten spielten in der Zwischenrunde die restlichen Halbfinalteilnehmer aus, wobei der Zweitplatzierte von Gruppe A gegen den Drittplatzierten von Gruppe B und umgekehrt spielte.

Schon nach den ersten Spielen wurde offensichtlich, dass mit Christiane Heinrichs und Thomas Grepp ein Paar den Weg nach Lengerich gefunden hatte, das an Spielstärke den Preußen-Teams mehr als ebenbürtig war. So mussten sich die Vorjahresdritten Maren Löllmann und Jörg Menebröcker den Münsteranern bereits in der Zwischenrunde mit 15:8 und 15:4 geschlagen geben. In dem Spiel Annette Tassemeier und Frank Hentrup gegen Monika und Uwe Hübsch, alle SCP, konnten sich Tassemeier/Hentrup mit 15:4 und 15:4 durchsetzen.

Im ersten Halbfinale standen sich Tanja Neumann und Jan Fronk (SCP) und Heinrichs/Grepp (Münster) gegenüber, wobei die Münsteraner dieses Spiel klar mit 15:7 und 15:8 für sich entscheiden konnten. Deutlich knapper ging es im zweiten Halbfinale zwischen Janine und Michael Schröer, die Titelverteidiger aus dem letzten Jahr, und Tassemeier/Hentrup (alle SCP) zu. Mit 15:8 und 15:14 konnten sich die Vorjahressieger für den Einzug ins Finale qualifizieren.

Im Endspiel wurde es richtig spannend. Beide Teams boten noch einmal alles Können auf, und das Publikum ging begeistert

mit. Vor allem der erste Satz war hart umkämpft und konnte mit 17:14 erst nach Verlängerung zugunsten von Heinrichs/Grepp entschieden werden. Und auch im zweiten Satz mussten sich die Titelverteidiger gegen den Überraschungsgast aus Münster mit 15:10 geschlagen geben. Die Sieger des 10. Lengericher Mixed-Turnier heißen Christiane Heinrichs und Thomas Grepp, und so geht der Centralhof-Cup zum ersten Mal nach Münster. Den zweiten Platz belegen die Vorjahressieger Janine und Michael Schröer, die nach anfänglich leichter Enttäuschung neidlos anerkannten, dass sie gegen einen stärkeren Gegner verloren hatten. Im Spiel um Platz 3 siegten Tanja Neumann und Jan Fronk (SCP) mit 15:9 und 15:0 gegen Annette Tassemeier und Frank Hentrup, die sich wie schon im Vorjahr mit dem undankbaren 4. Rang zufrieden geben mussten.

Beim Herrendoppel am Sonntag waren zunächst 15 Teams gemeldet, von denen dann unmittelbar vor Turnierbeginn noch zwei absagten, was den Turnierablauf ein wenig durcheinander brachte. Gestartet wurde in vier Gruppen; gespielt wurden jeweils zwei Gewinnsätze bis 15. Die Gruppenersten qualifizierten sich direkt für das Viertelfinale, während sich die Zweit- und Drittplatzierten über die Zwischenrunde das Ticket für das Viertelfinale lösen konnten. Ausgewogen war das Verhältnis zwischen Gastgebern und Gästen: Jeweils vier Teams des SCP und aus Gastvereinen hatten sich für das Viertelfinale qualifiziert.

Nach ausgesprochen spannenden Viertelfinalbegegnungen, die mit einer Ausnahme alle über drei Sätze gingen, standen schließlich die beiden Halbfinalpaarungen wie folgt fest: Holtkamp/ Weinhold (Emsdetten) gegen Menebröcker/Schröer (SCP) und Buller/ Hietkamp (Warendorf) gegen Meyer/Braumann (SCP).

Im ersten Halbfinale standen sich Holtkamp/Weinhold (Emsdetten) und die Vorjahressieger Menebröcker/Schröer (SCP) gegenüber. Im Laufe des ersten Satzes schien sich eine Überraschung anzubahnen, denn mit 15:8 ging der Satz ganz klar an die Gäste aus Emsdetten.Da ließen sich die Vereinskollegen von Menebröcker/Schröer natürlich nicht lange bitten und feuerten die Titelverteidiger vehement an. Und es klappte: Mit 15:5 und 15:6 konnten Menebröcker/Schröer das Spiel noch drehen und für sich entscheiden.

Im zweiten Halbfinale trafen wie schon im Vorjahr Buller/Hietkamp (Warendorf) auf Meyer/Braumann (SCP). Die Letztgenannten, die sich nach etwas schwachem Auftakt in den Vorrundenspielen stetig gesteigert hatten, konnten sich nach spannenden Ballwechseln mit 17:14 nach Verlängerung und 15:13 für das Finale qualifizieren.





Das Finale war nun eine reine „Preußen-Angelegenheit“. Allen vier Spielern war die Anstrengung eines langen Turniertages anzumerken.Und so waren wohl alle ein wenig erleichtert, als nach zwei Sätzen (15:7, 15:2) Menebröcker/Schröer als Turniersieger feststanden. Damit konnte diese Paarung den Titel bereits zum dritten Mal erfolgreich verteidigen.

Das kleine Finale im Spiel um Platz 3 gewannen Holtkamp/Weinholt mit 15:12 und 15:9 gegen Buller/Hietkamp.



Nach zwei spannenden Turniertagen konnten die Veranstalter ein erfreuliches Fazit ziehen: Das spielerische Niveau hat sich im Laufe der Jahre stetig gesteigert, so dass den Zuschauern durchweg spannende Spiele geboten werden. Für die Spielerinnen und Spieler der Badmintonabteilung des SC Preußen ist dieses Turnier immer wieder eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Teams zu messen. Anzumerken bleibt, dass das Turnier vor allem von den auswärtigen Teilnehmern sehr positiv beurteilt wurde. Gelobt wurde ausdrücklich die perfekte Organisation und das gute Einhalten des Zeitplanes. Bleibt zu hoffen, dass sich diese positive Resonanz in Badmintonkreisen herumspricht, damit beim Turnier im nächsten Jahr wieder mehr Teilnehmer begrüßt werden können.