LVM / Deutsche Bank Turnier 2014

Siegerpokal wandert nach Osnabrück

Es hat wieder nicht sollen sein. Zwar erreichte Gastgeber Preußen Lengerich wie zuletzt vor zwei Jahren das Halbfinale, wie 2012 mussten sich die Kreisliga-A-Kicker aber in der Vorschlussrunde geschlagen geben. Scheiterte die Mannschaft damals am TSV Barsinghausen, sorgte gestern in der Dreifach-Sporthalle der Spielverein 16 Osnabrück für das Ende aller Titelträume beim eigenen Hallenfußballturnier. Mit 2:1 blieb der SV siegreich, setzte sich später auch im Endspiel mit 5:1 gegen SSC Dodesheide durch und gewann damit die 27. Ausspielung der LVM- und Deutsche-Bank-Pokale.



Für den SC Preußen Lengerich blieb nach einem 4:3-Erfolg im Neunmeterschießen über Titelverteidiger Viktoria Georgsmarienhütte zumindest Rang drei. „Naja, wir hätten schon gerne gewonnen“, meinte Trainer Michael Bürgel, der mit der Leistung seiner Mannschaft voll und ganz zufrieden war. „Aber wenn man schon so gut spielt, will man sich dafür auch gerne belohnen. Dennoch dürfen wir stolz sein auf das, was wir erreicht haben.“

Einen Gewinner stellte der Gastgeber aber doch. Robin Surmann wurde Torschützenkönig. Er hatte es wie Daniel Rehers vom SV Osnabrück auf vier Treffer gebracht. Im Neunmeterschießen erwies sich der Lengericher dann als treffsicherer. Zum besten Turnier-Torhüter kürten die Trainer der teilnehmenden Clubs Nils Böhmann vom SSC Dodesheide.

„Wir haben ein gelungenes Turnier mit einem verdienten Sieger gesehen“, fasste vor der Siegerehrung Preußens Vorsitzender Roland Hennig das 27. Hallenfußballturnier zusammen. Attraktiv war es allemal mit vielen Spielen, die auf einem hohen Niveau standen.

Das Rennen machte mit dem SV 16 Osnabrück schließlich die kompletteste Mannschaft. Angeführt von Daniel Rehers und Tim Stein, die bereits für die Sportfreunde Lotte die Schuhe geschnürt haben, ließen sie im Finale nichts anbrennen. 4:0 hieße es bereits, ehe dem SSC der Anschlusstreffer gelang. Damit war die Partie früh entschieden.

Da hatten die Osnabrücker im Halbfinale mehr Mühe. Robin Surmann hatte die Preußen nach toller Vorarbeit von Rudi Homm gar in Führung geköpft, ehe der wohl beste Feldspieler Daniel Rehers das Heft in die Hand nahm und sein Team mit zwei Treffern ins Finale und damit zum späteren Turniersieg schoss.

Spannend war das zweite Halbfinale. 1:1 hieß es nach regulärer Spielzeit zwischen dem Osnabrücker Stadtmeister SSC Dodesheide und Titelverteidiger Viktoria Georgsmarienhütte. Obwohl der SSC gleich den ersten Neunmeter versemmelte, blieb die Mannschaft des ehemaligen Lengericher Spielers Robert Borgelt letztlich mit 5:4 siegreich.

Damit standen kurioserweise die beiden Gruppensieger der Vorrunde im Spiel um Platz drei und die Zweitplatzierten im Finale. So deutlich der Spielverein Osnabrück im Endspiel auch triumphierte, in der Gruppenphase hatte er bei zwei Remis und einem Sieg einige Probleme. Da war der Auftritt von Georgsmarienhütte schon souveräner. Den besten Eindruck in der Vorrunde aber hatte Gastgeber Preußen Lengerich hinterlassen. Hätte man im Turnierverlauf den Sieger tippen können, viele hätten sicherlich auf den Gastgeber gesetzt. Der bestach durch tollen Hallenfußball und erstklassige Kombinationen. Vor allem im dritten Gruppenspiel nahm der SCP den TSV Barsinghausen mit dem ehemaligen Preußen Thorsten Gräler, der in dieser Partie bereits nach zwölf Sekunden das 1:0 für sein Team erzielt hatte, nach allen Regeln der Kunst auseinander. Der Sieg hätte locker höher ausfallen können als „nur“ 4:1. Im Halbfinale war den Preußen, die nach dem 1:0 von Surmann mehrfach das 2:0 auf dem Fuß hatten, das Glück nicht mehr hold. So müssen sie weiter warten. 2006 hieß letztmalig Preußen Lengerich der Sieger. Gestern wollten sie den insgesamt siebten Streich landen. Geklappt hat es (noch) nicht.

Quelle: Westf. Nachrichten vom 20.01.14 - Autor/Bild: Alfred Stegemann

Spielverein 16 Osnabrück - Gewinner 2014