LVM / Deutsche Bank Turnier 2015

28. Lengerich Hallenfußballturnier

„Ich komme immer gerne hier her nach Lengerich. Das macht Spaß. Jetzt habe ich schon zum dritten Mal hintereinander gewonnen“, freute sich Tim Stein, Torwart und Trainer des erfolgreichen Titelverteidigers SV 16 Osnabrück nach dem 3:2-Endspielsieg gegen Gastgeber Preußen Lengerich. Vor drei Jahren gewann er noch mit Viktoria Georgsmarienhütte an gleicher Stätte.



Sowohl im ersten als auch im letzten Spiel des Turniers standen sich der SC Preußen Lengerich und der Spielverein 1916 gegenüber. Im Eröffnungsspiel des Hauptturniers setzten sich die Preußen mit 3:2 durch, mit dem gleichen Ergebnis endete dann das Finale. Nur das diesmal die Osnabrücker jubelten. „Mein Co-Trainer hat mir schon nach dem ersten Spiel gesagt, wichtig ist, dass man das letzte Spiel gewinnt“, schmunzelte Tim Stein, als dieser den Siegerpokal in den Händen halten durfte.

Für Gastgeber Preußen Lengerich, der am Freitagabend sein erstes Testspiel draußen bestritten hatte (4:2 in Bad Rothenfelde) war es so, wie bei fast allen Hallenturnieren in den vergangenen Wochen. Viermal standen die Lengericher im Endspiel, doch keines dieser Turnier im Tecklenburger Land wurde gewonnen. Nur außerhalb der TE-Grenzen konnten sich die Preußen den Siegerlorbeer in Emsdetten holen.

Mit drei Siegen waren die Gastgeber locker durch die Vorrunde spaziert. Hinter dem später erfolgreichen Titelverteidiger aus Osnabrück war für den FC Gievenbeck und Vorturniersieger ISV das Turnier vorzeitig beendet. In der anderen Gruppe blieb Viktoria Georgsmarienhütte, der Turniersieger von 2013, ungeschlagen und wurde mit sieben Punkten Erster. Der TuS recke zeigte sich nach seiner Auftaktniederlage gegen die GM-Hütter (1:3) gut erholt und zog mit zwei anschließenden Siegen ins Halbfinale ein. Türkgücü Osnabrück, dessen Torwart im letzten Gruppenspiel gegen GM-Hütte (1:1) die einzige rote Karte des Turniers wegen Schiedsrichterbeleidigung sah, und der SCC Dodesheide durften vorzeitig Duschen gehen.

Spannend verliefen beide Halbfinalspiele. Im Duell zwischen Preußen Lengerich und dem TuS Recke, in dem die Lengericher mehrfach an Latte und Pfosten scheiterten, wollte in der regulären Spielzeit kein Tor fallen. So musste das Neunmeterschießen herhalten. Da Reckes Lars Röber als einziger der zehn Schützen scheiterte, durften sich die Preußen über ein 5:4 freuen. Im zweiten Halbfinalspiel ging der SV 16 mit 2:0 in Führung, ehe es durch GM-Hüttes Anschlusstreffer noch einmal eng werden sollte, doch am Ende blieb es beim 2:1 für den Titelverteidiger. Im Spiel um Platz drei setzte sich Georgsmarienhütte dann nach 2:0-Führung mit 2:1 gegen den TuS Recke durch.

Das abschließende Finale war nichts für schwache Nerven. Preußen Lengerich führte durch Kevin Wolffs frühes 1:0 bis kurz vor Ende. In der Schlusssekunde machte Daniel Würner das 1:1. „Da waren wir etwas zu juniorenhaft vorgegangen“, nahm es später Preußenspieler Henning Bünemann gelassen. In der Verlängerung konnte Lengerich zwar Osnabrücks Führung zum 2:1 (Rehers) dank Philipp Härle noch ausgleichen. Tobias Bußmann machte aber kurz danach mit dem 3:2 alles klar für den SV 16, der mit Felix Harms auch den besten Torschützen stellte. Lengerichs Keeper Jens Witte wurde dafür zum besten Torwart des Turniers gewählt.

Bild:
Erfolgreiche Titelverteidigung: Der SV 16 Osnabrück schnappte Gastgeber Preußen Lengerich dem Pokal vor der Nase weg. Die Preußen müssen mindesten ein weiteres Jahr warten. Den Siegerpokal überreichten Sven Berndt (Deutsche Bank, hinten links) und Jörg Howe (LVM, hinten Zweiter von rechts); rechts der SCP-Vorsitzende Roland Henning.

Quelle: Westf. Nachrichten vom 19.01.15 - Autor & Bild: Uwe Wolter