22.08.15 - Ü50 Westdeutscher Meister

Grandioser Erfolg der Preussen AH 50

Bei herrlichem Fußballwetter durften sich die Preussen Oldies als amtierender Westfalenmeister am vergangenen Wochenende mit den 6 besten Ü50 Teams des westdeutschen Fußballverbandes in der Sportschule Duisburg Wedau messen.
Nach 2 vergeblichen Versuchen in der Ü40 Altersklasse, wollte das Team um Uwe Perrey und Waldi Schürbrock nun erstmals bei Ü50 die heiß ersehnte Qualifikation für die deutsche Meisterschaft in Berlin schaffen.
Trotz einiger Blessuren im Vorfeld des Turnieres sah sich die Mannschaft gut vorbereitet und ging optimistisch in die 5 - 20 minütigen Gruppenspiele.
Erster Kontrahent war der letztjährige Finalgegner von der Westfalenmeisterschaft Union Minden. Mit beeindruckender Souveränität und Dominanz übernahmen die Preussen von Beginn an das Kommando. Einzig die Chancenverwertung ließ arg zu wünschen übrig und so dauerte es bis zur 17. Minute ehe Torjäger Klaus Hülsmann die Kugel endlich zur vielumjubelten Führung im Mindener Tor unterbrachte. Das war gleichzeitig der Endstand. Spieler und Fanclub waren mehr als zufrieden.
Im zweiten Spiel hieß der Gegner DSV 04 Düsseldorf, ein Team dem die Preussen in Duisburg schon einmal beim Ü40 Turnier unterlegen gewesen waren und das sein erstes Spiel souverän gewonnen hatte. Aber auch in diesem Spiel legte die bärenstarke Preussen Offensive los wie die Feuerwehr und schon nach wenigen Minuten hieß es 1:0 durch Michael Perrey. Danach setzten die Düsseldorfer die Preussen enorm unter Druck, aber bei einigen vielversprechenden Kontern war die Vorentscheidung nahe. Mehrfach rettete der überragende Düsseldorfer Keeper in letzter Sekunde. Nach 2 verletzungsbedingten Wechseln herrschte für kurze Zeit Durcheinander in der Preussen Deckung und das nutzte der Gegner zu 2 eigentlich vermeidbaren Treffern und hatte damit das Spiel gedreht. Alle Versuche das Blatt noch zu wenden scheiterten, stattdessen gelang den Kickern aus der Landeshauptstadt in letzter Minute per Konter sogar noch der 3:1 Endstand.
Nach Spielschluß war der Frust bei den Preussen ziemlich groß, qualifizierte sich doch, anders als bei Ü40, nur der Turniersieger für die deutsche Meisterschaft. Aber nur kurze Zeit später hellten sich die Mienen doch deutlich wieder auf, denn der überragende Düsseldorfer Keeper war erst 48 und damit nicht spielberechtigt, so daß es eine 2:0 Wertung für die Preussen gab.
Der nächste Gegner war dann das Traditionsteam von Alemannia Aachen in deren Reihen unter anderem der frühere Erstligakicker Delzepich stand. Auch die Alemannia hatte ihre Auftaktbegegnung gewonnen und dabei einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Dennoch starteten die Preussen erneut furios und ließen die Aachener gar nicht ins Spiel kommen. Schon bald gab es nach Foul an Klaus Hülsmann 9meter, aber wie so oft konnte er nicht verwandelt werden sondern wurde vom Keeper an den Pfosten gelenkt. Nur gut, daß nur wenige Augenblicke später Michael Perrey den Führungstreffer markierte. Unverständlicherweise wurde der Preussen danach völlig passiv und es kam wie es kommen mußte, per Distanzschuß traf der Gegner nach 15 Minuten zum 1:1 Ausgleich. Danach wurde der Hebel jedoch blitzschnell noch einmal umgelegt und Klaus Hülsmann war es kurz vor dem Schlusspfiff vorbehalten, den letztlich verdienten 2:1 Siegtreffer zu erzielen.
Damit war alles gerichtet für den Showdown gegen die DJK Stenern, die ihre 3 ersten Spiele ebenfalls gewonnen hatte. Aufgrund des Turnier Reglements, daß der direkte Vergleich vor dem Torverhältnis zählt war klar, daß der Sieger bereits vor dem letzten Spiel als Turniersieger feststehen würde. Es herrschte große Anspannung aber auch grenzenloser Optimismus in den Reihen der Preussen und dem zahlreichen Anhang der mit Kind und Kegel die Reise nach Duisburg mitgemacht hatte. Zu überzeugend waren die Leistungen gewesen, als dass man Angst vor dem Gegner haben mußte. Und gleich der Start war perfekt! Direkt nach dem Anpfiff suchte Uwe Perrey in einer 1:1 Situation beherzt den Abschluss und traf mit dem „schwachen“ linken Fuß zum 1:0. Danach zog man sich zurück und ließ den Gegner das Spiel machen. Mehrfach wurden beste Konterchancen unkonzentriert vergeben und nach 14 Minuten verwertete ein Stenerner Angreifer eine Linksflanke zum Ausgleichstreffer. Als dann 1 Minute vor dem Schlusspfiff der Gegner per Distanzschuß mit 2:1 in Führung ging, schienen die Preussen am Boden. Aber wie sagte schon Olli Kahn? „Immer weitermachen“! Also gesagt getan: Michael Bürgel schnappte sich nach Wiederanpfiff die Kugel, marschierte unwiderstehlich zur Grundlinie und bediente fast mit dem Schlusspfiff Klaus Hülsmann, der nur noch zum 2:2 einschieben mußte! Grenzenloser Jubel brach aus, auch wenn die Entscheidung erstmal wieder vertagt war, denn beide Teams waren vor ihren letzten Spielen Punkt - und torgleich. Stenern mußte vorlegen und kam gegen Minden trotz Powerplay über 20 Minuten nur zu einem 1:0 Sieg. Damit war die Ausgangsposition für die Preussen klar: Ein 1:0 Sieg gegen den letzten Gegner SG Marmagen-Nettersheim würde 9meter Schießen bedeuten und jeder andere Sieg die Qualifikation für Berlin!
Wieder war die Abteilung Attacke überhaupt nicht zu stoppen und schon nach kurzer Zeit erzielte Goalgater Klaus Hülsmann den Führungstreffer. Dennoch gab sich die SG noch keineswegs geschlagen und suchte nun seinerseits den Weg nach vorne. Fast alle Preussen Akteure liefen am Ende dieses kräftezehrenden Turniers nicht mehr rund; immer wieder mußte neu für einen Einsatz motiviert werden! Aber an diesem Tag hatten die Jungs aus dem Tecklenburger Land einfach den größten und nicht zu bändigenden Siegeswillen! Nach einem bärenstark herausgespielten Konter markierte Michael Perrey das 2:0 und damit war die Moral der Nettersheimer gebrochen. Erneut Michael Perrey, Uwe Perrey und Reinhard Mühl sorgten für einen 5:0 Kantersieg des neuen Westdeutschen Meisters.
Fair gratulierten nach Spielschluß alle 5 Kontrahenten dem wahrlich verdienten Meister, der nun im nächsten Sommer die Farben des westdeutschen Fußballverbandes bei der deutschen Meisterschaft vertreten darf. Amtierender Titelträger ist dort der deutsche Fußballmeister Bayern München.
Leichtes Bedauern gab es beim Siegerteam als man bei der Ehrung vernehmen mußte, daß es im nächsten Jahr voraussichtlich nicht nach Berlin sondern nach Saarbrücken zum DM - Turnier gehen wird. Dort werden dann die 6 besten deutschen Ü50 Teams um die deutsche Meisterschaft 2016 spielen.

Zum erfolgreichen Team gehörten : Uwe von Busch - Michael Bürgel - Robert Frankenberg - Waldemar Schürbrock - Michael Perrey - Uwe Perrey - Klaus Hülsmann - Frank Düing - Reinhard Mühl und Ulli Börger.