Majestätischer Preußen-Adler
Preußen Münster hat den U13-W&H-Cup in Lengerich gewonnen – und das mit einem klaren 4:1-Finalsieg gegen Rivalen VfL Osnabrück. Über 20 Topteams boten hochklassigen Jugendfußball und ein stimmungsvolles Turnierwochenende.
Während es draußen bei minus sechs Grad mächtig fröstelte, brannte in der Lengericher Dreifachhalle am Samstagabend kurz nach 19.30 Uhr die Luft. Standen sich mit dem VfL Osnabrück und Preußen Münster bei der 13. Auflage des U-13-Fußballturniers um den W&H-Cup doch ausgerechnet die beiden Erzrivalen des heimischen Fußball-Reviers im Finale gegenüber. Ähnlich wie bei den Profis schenkten sich auch die Nachwuchsteams nichts, doch am Ende triumphierte Preußen Münster mit 4:1 und trug sich damit zum ersten Mal in die Siegerliste des Lengericher Traditionsturniers ein.
„Es war herausfordernd, aber es war ein tolles Turnier mit einem verdienten Sieger. Wir haben supertalentierte Spieler gesehen. Das unterstreicht, dass es sich lohnt, sich für solch eine Veranstaltung zu engagieren“, brachte Hermann Veismann, Leiter des Geschäftsbereichs Maschinen beim Hauptsponsor Windmöller & Hölscher, das Geschehen während der Siegerehrung auf den Punkt.
Ähnlich äußerte sich Lengerichs Bürgermeister Björn Schilling: „Zunächst hatte ich einige Bedenken, weil ja in Niedersachsen sämtliche Fußballspiele abgesagt worden sind. Schön, dass es in Lengerich geklappt hat. Es war ein toller Tag mit einem prickelnden Finale.“ Mit Blick auf den Turnierveranstalter Preußen Lengerich ergänzte Schilling: „Man hat heute wieder erlebt, dass ohne Ehrenamtlichkeit nichts geht. Im Namen der Stadt möchte ich mich dafür bedanken, dass der SC Preußen das gewuppt hat.“
Preußen Münster stand nicht ganz oben auf der Favoritenliste. Dort hatte man eher Vorjahressieger Fortuna Düsseldorf, den VfL Bochum und vielleicht auch den niederländischen Vertreter AZ Alkmaar erwartet. Doch schon in den Gruppenspielen stellten die Münsteraner mit Siegen gegen Alkmaar (5:2), den DFB-Stützpunkt Tecklenburg (4:2), Greven 09 (3:2), den MSV Duisburg (2:1) und den VfL Osnabrück (4:2) unter Beweis, dass mit ihnen zu rechnen ist. Diesen Eindruck untermauerten sie mit weiteren Siegen im Viertelfinale gegen den SC Paderborn (2:1 nach Neunmeterschießen) sowie im Halbfinale mit einem überzeugenden 3:0 gegen Düsseldorf.
Von Heiner Gerull WN 12.01.2026