SC Preussen Lengerich bleibt parteipolitisch neutral – Keine Ämtervergabe für Vertreter
rechtspopulistischer Strömungen
Lengerich – Der SC Preussen Lengerich betont seine parteipolitische Neutralität und hat
bekräftigt, dass Personen aus dem politisch extrem rechten Spektrum keine Vereinsfunktionen
übernehmen werden. Dies teilte der Vorstand nach interner Beratung mit.
Anlass für die aktuelle Entscheidung war ein Fall innerhalb des SC Preussen Lengerichs. Ein
Vereinsmitglied, das der AfD angehört, war zuletzt mit der Vermietung des Clubheims betraut
worden. Diese Aufgabe wurde ihm Vorstand entzogen.
Hintergrund der Entscheidung ist das Selbstverständnis des Vereins als weltoffene und
integrative Gemeinschaft, in der Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung keinen Platz
haben.
Der Vorstand verweist dabei auf die Grundwerte des organisierten Sports, die auch
durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Fußball- und Leichtathletik
Verband Westfalen (FLVW) vertreten werden.
„Wir positionieren uns nicht parteipolitisch. Aber wir stehen klar für die freiheitlich
demokratische Grundordnung ein“, so der Gesamtvorstand. In diesem Rahmen sei es mit den
Werten des Vereins nicht vereinbar, Vertreter einer Partei mit Ämtern zu betrauen, deren
Positionen teils im Widerspruch zu diesen Grundwerten stünden.
Die Entscheidung richtet sich laut Verein nicht gegen einzelne Personen, sondern gegen
bestimmte politische Haltungen, die nicht mit den Leitlinien des Sports und des Vereinslebens
übereinstimmen.
Der SC Preussen Lengerich will damit ein deutliches Zeichen setzen – für Zusammenhalt,
Fairness und Respekt im Sport und in der Gesellschaft.